Kneipp Faszien Naturheilkunde

Faszien – Naturheilkunde

Geschrieben von medinout Redaktion - INFOBLATT am 20.02.2016
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Verschiedene natürliche Stoffe wirken unterstützend auf das Bindegewebe und die Muskulatur und helfen damit bei der Regeneration der Faszien. Dazu gehören Vitamin C, Zink, Magnesium, Kalium, Curcuma und Grüner Tee, um nur einige wenige zu nennen. All diese Stoffe können über die Ernährung aufgenommen werden. Eine gesunde Ernährung ist nicht nur wichtig für die Faszien, sondern für den gesamten Körper. Es ist dabei besonders wichtig, täglich genug Wasser zu sich zu nehmen, um die Faszien mit der erforderlichen Menge Flüssigkeit zu versorgen. Daneben gibt es noch viele weitere Heilmittel aus der Naturheilkunde, die in der Therapie eingesetzt werden können.

 

Homöopathie

Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode und wird auch „sanfte Medizin“ genannt, da sie nur natürliche Wirkstoffe enthält, die sehr stark verdünnt verabreicht werden. Sie können in Form von Kügelchen (Globuli), Tropfen oder Spritzen angewendet werden und sollen Beschwerden nach dem Ähnlichkeitsprinzip lindern. Das bedeutet, dass Krankheiten durch Wirkstoffe geheilt werden sollen, die bei einem gesunden Menschen die Symptome hervorrufen würden, die der Kranke hat.

 

Ein wirksames Mittel in der homöopatischen Faszien-Therapie kann deshalb Rhus toxicodendron sein, der den Pflanzenstoff Urushiol beinhaltet, welcher bei Berührung meist eine allergische Reaktion auslöst. Diese Pflanze heißt auch Giftsumach und wird in der Homöopathie bei Symptomen wie Sehnen- und Rückenschmerzen oder Gelenkproblemen eingesetzt. Bei Nackenverspannungen kann zum Beispiel Aconitum hilfreich sein, bei einem Schleudertrauma wird Arnica empfohlen. Magnesium Phosphoricum und Kalium Carbonicum sollen bei Muskelkrämpfen und Muskelschwäche helfen. Da es keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit gibt, werden homöopathische Arzneimittel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

 

Salben und Wickel

In der Faszien-Therapie können Salben und Wickel hilfreich sein, die Arnika, Beinwell, Johanniskraut, Kampfer, Franzbranntwein, Retterspitz oder Murmeltier-Öl enthalten. Diese natürlichen Heilmittel wirken abschwellend, schmerzlindernd und entspannen Muskulatur und Faszien. Die enthaltenen ätherischen Öle regen die Durchblutung an und hemmen Entzündungen. Bei der Anwendung der Wirkstoffe, zum Beispiel in Form einer Salbe, können die Faszien zusätzlich massiert werden. Das fördert die Regenerierung, indem sich die Faszien mit neuer Flüssigkeit füllen und revitalisieren können. Auch Wickel, Packungen oder Umschläge mit warmem Rizinusöl können helfen, da sie schmerzlindernd und entspannend wirken. Dadurch wird der betreffende Bereich wieder besser durchblutet, Entzündungen verringert und der Stoffwechsel angeregt.

 

Schröpfen

SchröpfenDa Faszien auf Zug- und Druckbewegungen reagieren, ist auch Schröpfen eine Möglichkeit der Behandlung von Faszien-Beschwerden. Hierbei wird die entsprechende Körperstelle eingeölt, daraufhin wird ein Schröpfglas auf die Haut aufgelegt. Durch den Unterdruck wird das Gewebe einem Zug ausgesetzt, der es in dem Schröpfglas nach oben zieht. Diese Stimulation bewirkt eine Reaktion des Gewebes an der entsprechenden Stelle: Die Durchblutung wird angeregt, Stoffwechselprozesse in Gang gesetzt.

 

So kann Schröpfen bei der Lösung von verklebten Faszien unterstützend wirken. Heilpraktiker bieten die Behandlung beispielsweise bei Rheuma, Rückenschmerzen und Verspannungen an. Da es keine ausreichenden wissenschaftlichen Nachweise für die Wirkung gibt, wird die Therapie allerdings nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen bezahlt.

 

Hydrotherapie und Kneipp-Bäder

Die Hydrotherapie ist ein Naturheilverfahren, bei denen unterschiedlich temperiertes Wasser zum Einsatz kommt. Mögliche Anwendungen sind Wechselduschen, Auflagen, Wickel, Güsse, Wassertreten, Teil- und Vollbäder. Auch Sauna-Anwendungen mit anschließender Nutzung des Tauchbeckens gehören dazu. Der abwechselnde Reiz von Kälte und Wärme stimuliert nachweislich die Durchblutung und regt das Gewebe an. Dadurch wird auch der Stoffwechsel in den Faszien aktiviert, was die Regeneration und Revitalisierung fördern kann. So werden akute Symptome wie Schmerzen oder Verspannung gelindert.

Die von Sebastian Kneipp entwickelte Therapie enthält neben der Hydrotherapie noch eine gesunde Ernährung, Bewegung und die Anwendung bestimmter Heilpflanzen. Aktuelle Studien zeigen, dass die Kombination von Kälteanwendung und anschließender Bewegung sogar gegen Übergewicht helfen kann. Außerdem wird die Behandlung bei Kopfschmerzen, Rheuma, Durchblutungsstörungen, Degenerationen von Wirbelsäule und Gelenken oder bei Erschöpfung eingesetzt. Werden Hydro- oder Kneipptherapien als Vorsorge- oder Reha-Kuren vom Arzt verordnet, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten. Viele der Anwendungen wie Wechselduschen lassen sich auch zu Hause durchführen.

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