Rückenschmerzen

Schulter-Nacken-Syndrom – Osteopathische Behandlung

Geschrieben von medinout Redaktion - REALFALL am 07.04.2016
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Schulter-Nacken-Syndrom (M54) – OSTEOPATHIE                                                             

Patient:

52 Jahre alte Frau, mittelgroß mit sportlicher Figur.

Anmerkung:

Die Patientin wurde medizinisch abgeklärt; eine weiterführende Diagnostik wurde zu diesem Zeitpunkt nicht veranlasst.

Tätigkeit: Lehrkraft

Konsultationsgrund:

Starke Schmerzen von der oberen Halswirbelsäule ausgehend mit deutlichen Bewegungseinschränkungen.
Nach einem Sturz und darauffolgender außerordentlicher zusätzlicher Belastung.

Zeitraum Beschwerdebild:

2 Tage

Symptome:

Starke Schmerzen hoch zervikal, schmerzfreier Bewegungsumfang in der HWS ca. 5°in Rotation links und rechts sowie 15°Flexion und 5°Extension. Die Patientin beschreibt vor allem nächtliche Schmerzen mit einhergehenden Schlafstörungen.

Krankenvorgeschichte:

Die Patientin beschreibt, einen ähnlichen Schmerz vor ca. 25 Jahren gehabt zu haben, gibt an, seitdem in der HWS weitgehend beschwerdefrei zu sein.

Vor ca. 2 Jahren wurde sie intensiv aufgrund eines Bandscheibenvorfalls in der LWS behandelt.

Osteopathische Untersuchung:

Sichtbefund:

  • fixierte HWS
  • Schulterschiefstand
  • eingeschränkte Bewegungsfreiheit

Funktionstest:

  • HWS-Einschränkung in allen Beweungsrichtungen
  • C1 aus der Optimalpositon
  • Schultergelenk frei
  • Beweglichkeit im Brust- und Lendenwirbel durch muskuläre Fixierung der HWS z.T am Ende der Bewegung schmerzhaft und eingeschränkt.
  • Becken funktionell ohne Befund
  • Untere Extremität ohne Befund

Tastbefund:

  • Lymphansammlung im Venenwinkel (thorakaler Einlass)
  • deutliche muskuläre Fixation der Schulter-/Nackenmuskulatur
  • Triggerpunkte im Schultermuskel und Halsbereich
  • einseitige Verspannung im Lumbalbereich
  • Triggerpunkte im Gesäß- und Hüftmuskel

Kraniosakraler Befund:

  • Seitneigung (Linksrotation)
  • Occlusionsdysfunktion

Osteopathische Behandlung:

erste Theapiesitzung 45 Min.

  1. Ausgleich der kraniosakralen Dysfunktion über Kauapparat und Schädelbasis
  2. Korrektur vom Sakrum
  3. Zentrieren C1 über sanfte myofaszielle Behandlungstechniken
  4. Behandlung vom thorakalen Einlass
  5. Lymphdrainage Kopf und Venenwinkel
  6. Behandlung der Faszienzüge im Schulter-/Nackenbereich

zweite Therapiesitzung 60 Min. > Ergebnis:

Das beschriebene Beschwerdebild hat sich seit der ersten Behandlung um ca. 70% gebessert.

 

In der Befunderhebung ist die Beweglichkeit im Bereich der HWS frei. Die Bewegungsgrenze ist noch leicht schmerzhaft. Es liegt keine kraniosakrale aktive Dysfunktion vor.

Die lymphale Belastung ist weitgehend abgebaut.

Der Behandlungsschwerpunkt bezieht sich bei der zweiten Behandlung auf sanfte Mobilisation und myofaszielle Techniken.

Die Lymphe wurde entstaut, die Nerven wurden mit Milking-Techniken behandelt.

Nach der Behandlung äußert die Pat. keine Beschwerden mehr.

Abschließende Anmerkung:

Jeder Fall ist individuell zu sehen. Die beschriebene therapeutische Vorgehensweise lässt sich nicht ohne Weiteres auf andere Fälle übertragen.

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