KRANKHEIT gr

Skoliose – seitliche Wirbelsäulenverkrümmung

Geschrieben von medinout Redaktion - LEXIKON am 20.09.2016
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Als Skoliose wird eine seitliche Abweichung und Verkrümmung der Wirbelsäule bezeichnet.

Dabei kann die Wirbelsäule S- oder auch C-förmig verlaufen.

Es kann verschiedene Gründe für eine Skoliose geben

  • Angeborene Skoliose – sie entsteht meist durch die einseitige Ausbildung von Wirbelteilen
  • Erworbene Skoliose als Folge von Rachitis
  • Erworbene Skoliose durch eine Beckenschiefstellung (dies kann beckenanatomische, faszielle und muskuläre Gründe haben)
  • Erworbene Skoliose durch eine echte anatomische Beinlängendifferenz
  • Erworbene Skoliose durch einseitige Lähmungen
  • durch Unfallfolgen wie Rücken- oder Brustkorbverletzungen
  • Craniosakrale oder Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Dies kann zu neurologischen Kompensationsreaktionen führen.
  • Bei unbestimmbarer Ursache wird die Abweichung als idiopathische  Skoliose bezeichnet.

Sie kann durch eine Verletzung entstehen oder auch von Geburt an bestehen.
Auch unterschiedlich lange Beine haben einen Beckenschiefstand zur Folge, bei dem die Wirbelsäule sich strukturell s-förmig verformt.
Eine Skoliose kann auch nach Erkrankungen oder Verletzungen, z.B. von Brustkorb, Rippen oder dem Becken entstehen.
Die fortwährende einseitige Belastung der Muskulatur zur Erhaltung des Gleichgewichts kann zu Skoliosebildung führen.

Bei einer seitlichen Abweichung der Wirbelsäule rotieren die Wirbel um die Längsachse nach links oder rechts, in der Folge mit strukturellen Verformungen.

Die mit ihnen verwachsenen Rippen drehen sich mit und verursachen den als Rippenbuckel bezeichneten Schiefstand des Brustkorbs, da sie auf einer Seite mehr herausstehen als auf der anderen.

Skoliose sollte möglichst früh erkannt und behandelt werden. Anfangs birgt sie keine oder nur geringe Schmerzen, vor allem Muskulverspannungen und Spannungskopfschmerzen, die jedoch im weiteren Verlauf stärker werden können.
Durch eine dauerhafte Fehlhaltung entstehen mit der Zeit mitunter schmerzintensive Verschleißerscheinungen und Deformierungen.

Therapie

Eine schwach ausgeprägte Skoliose wird zunächst meist durch gezielte Krankengymnastik, manuelle Therapie, Osteopathie und Gerätetherapie behandelt.

Von ärztlicher Seite ist hier neben der orthopädischen Abklärung auch eine Kieferorthopädische Einschätzung oft von Bedeutung, da auch ein Fehlbiss (CMD) zu einem Beckenschiefstand und somit einer funktionellen, anatomischen Beinlängendifferenz führen kann.

In fortgeschrittenem Stadium wird meist ein Stütz-Korsett verodnet.

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