Bandscheibenvorfall – Discusprolaps, auch Bandscheibenprolaps

Geschrieben von medinout Redaktion - LEXIKON am 20.09.2016
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Der Bandscheibenvorfall (Discusprolaps, Discushernie, Bandscheibenprolaps) ist eine Erkrankung an der Wirbelsäule.
Durch einen Gewebeermüdung des Faserings tritt ein Teil des Bandscheibeninhalts in den Wirbelkanal aus und drückt auf das Rückenmark oder eine Nervenwurzel.

Verletzung:
Tritt der Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule auf und drückt auf Nerven, die dort das Rückenmark verlassen, stellen sich heftige Rückenschmerzen ein. Sie treten plötzlich auf, wenn der Betroffene beispielsweise etwas hochhebt oder sich vorn über beugt.

Therapie: Sie setzt sich aus zwei Grundpfeilern zusammen: Schmerzen lindern und Rückenmuskulatur normalisieren.
Es gilt inzwischen als überholt, dass sich der Bandscheiben-Geplagte nicht bewegen darf oder sogar im Bett bleiben muss. Dies ist nur in seltenen Fällen angebracht.
Stattdessen beginnt der Patient meist sofort mit einer Physiotherapie. Man kann die schulmedizinischen Maßnahmen auch mit alternativen Therapiemethoden kombinieren, zu den bekanntesten zählen dabei Osteopathie, Naturheilkunde, Homöopathie und TCM (Trad. Chin. Medizin).

Als Schmerzursache kommen dabei meist vier typische Hauptfaktoren in Frage. 
1. Das Gewebe des Bandscheibenprolaps drückt mechanisch auf einen seitlichen Nervenast oder das Rückenmark.
2. Um das verletzte Gewebe entsteht eine raumfordernde, endzündliche Schwellung.
3. Um den Bandscheibenvorfall herum bildet sich ein krampfhafter, schmerzhafter Muskelhartspann
4. In den verspannten Muskeln werden chronische Verspannungspunkte (Triggerpunkte) aktiviert, welche schmerzhaft ausstrahlen.

Genesung: Durch eine konservative Therapie kommen fast 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle und Beschwerden zur Genesung. Die „Reha“ beinhaltet unter anderem Krankengymnastik und rückenstärkende Übungen. Auch Qi Gong und Tai Chi sind geeignete Übungsformen um das Gleichgewicht, die Statik und Beweglichkeit zu verbessern und Beschwerden entgegenzuwirken.
Ein Bandscheibenvorfall bildet sich in vielen Fällen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zurück, die Schmerzen flachen meist innerhalb von zwei bis drei Monaten kontinuierlich ab.

Hilfsmittel: Die Diagnose des Bandscheibenprolaps erfolgt durch einen Arzt.
– Die üblichen schulmedizinischen Sofortmaßnahmen sind oft schmerzstillende Spritzen und die Verschreibung von schmerzstillenden, entzündungshemmenden Medikamenten. >siehe den Artikel zu Schmerzmittel
– die Verschreibung eines Stützkorsetts und -gurt

Therapeutische Hilfsmittel und Tools zur Selbstbehandlung sind oft:
TENS Geräte (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)
– Kinesiotapes
– Therapiebälle, Triggerball und Faszienrollen
– Magnetfeldmatten
– BEMER Geräte (Physikalische Gefässtherapie)

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